Weltoffen

AUFRICHTIG – KRITISCH – WELTOFFEN

Meine Überzeugung und meinen Anspruch an ein politisches Engagement stelle ich auf diesen Seiten in drei Punkten vor.

WELTOFFEN

Weltoffen bedeutet, aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen zu sein und über nationalstaatliche Grenzen hinauszudenken. Weltoffen bedeutet aber auch, ein solches Denken vor Angriffen zu verteidigen.

Zu erschwinglichen Kosten lässt sich heute die ganze Welt bereisen. Wir leben in einer Zeit, in welcher Grenzen abgebaut werden, in der die Welt zusammenrückt.

Viele von uns haben Familienmitglieder oder FreundInnen, die im Ausland leben oder aus dem Ausland zugezogen sind und ihren Lebensmittelpunkt in Österreich gefunden haben. Längst sind breite Vernetzungen über nationalstaatliche Hürden hinweg Realität unserer Gesellschaft. Das Modell der Nationalstaaten hat ausgedient. Die Europäische Union wird zu besseren Formen des institutionalisierten Miteinanders finden.

Die Frage, ob wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben wollen oder nicht, ist heute bereits beantwortet. Fast jede/r dritte WienerIn ist in der 1. oder 2. Generation  zugewandert. Gar 70% der unter 30jährigen WienerInnen haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Die multikulturelle Gesellschaft ist ein Faktum unserer Gesellschaft. Die Frage, die sich stellt, ist, wie wir dieser Tatsache begegnen.

Unerträglich ist es, wenn die FPÖ gegen Ausländer wettert. Sie macht Ausländer für alles Schlechte verantwortlich, selbst für das Einschleppen von Krankheiten, und fordert mit dem absurden Begriff „Minuszuwanderung“ die gesetzlich erzwungene Auswanderung hier lebender Menschen.

Abscheulich ist es, wenn sie gegen „die Asylbetrüger“ ins Feld zieht. Die „starke“ FPÖ hetzt gegen die Schwächsten der Schwachen. AsylwerberInnen sind auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben, auf der Suche nach Schutz vor Verfolgung. Anstatt sich solidarisch oder – um es mit den Worten der von Strache und Co. so geliebten katholischen Kirche zu sagen – „nächstenlieb“ zu zeigen, wird gehetzt und auf dem Rücken der Ärmsten Politik gemacht.

Wir müssen aufrichtig für mehr Menschlichkeit eintreten und dafür sorgen, dass sich die Rahmenbedingungen für jene Menschen verbessern.  Nur so verdienen wir das Attribut weltoffen. Immer noch können Asylverfahren mehrere Jahre dauern. Während dieser Zeit bleibt AsylwerberInnen Erwerbsarbeit untersagt. Immer noch sind Aufnahmezentren teilweise heillos überfüllt.

Mag sein, dass manche Menschen ohne Anspruch um Asyl werben. Aber ist es vielleicht nicht auch so, dass jene keinen Anspruch haben, weil unsere Regeln zu streng sind? Wenn ich höre, dass Tschetschenen nach Russland abgeschoben, wo sie schon am Flughafen verhaftet werden, dann frage ich mich, ob da nicht vielleicht doch ein Fünkchen Wahrheit in ihrer Geschichte lag. Wir reden von ca. 15.000 Anträgen pro Jahr. Das sind nicht mal 0,2% der Bevölkerung. Angelehnt an die Worte Bruno Kreiskys, sage ich: Mir bereiten ein paar hundert Wirtschaftsflüchtlinge weniger schlaflose Nächte als ein Asylsuchender, der zu Unrecht abgeschoben und den Repressionen eines Regimes ausgesetzt wurde.

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