Aufrichtig

AUFRICHTIG – KRITISCH – WELTOFFEN

Meine Überzeugung und meinen Anspruch an ein politisches Engagement stelle ich auf diesen Seiten in drei Punkten vor.

AUFRICHTIG

Aufrichtigkeit sehe ich schlicht als Notwendigkeit, um zu einem neuen politischen Stil zu finden. Frustrationsbekundungen über das Politik- und Parteiensystem können unter der Bevölkerung Österreichs allerorts wahrgenommen werden. Sinkende Wahlbeteiligungen und Stimmenzuwächse für populistische AkteurInnen sind eine beklagenswerte Folge. So sind es besonders die jungen ÖsterreicherInnen, welche ihrem Frust über das System Ausdruck verleihen.

Aber ganz bestimmt falsch ist die Behauptung, alle Jungen seien politikverdrossen. Junge Menschen interessieren sich sehr wohl für politische Belange. Ständig begegne ich in meinen Diskussionen jungen Menschen, die – nicht anders als die Generationen vor ihnen – die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer privaten Lebenswelt kritisch hinterfragen.

Nicht Politikverdrossenheit, sondern PolitikERverdrossenheit ist es, was ich wahrnehme. Junge Menschen haben genug davon, sichtlich übercoachten PolitikerInnen zuzuhören. Sie haben genug davon, einem programmatischen Herunterbeten von Standardsätzen und Textbausteinen zu folgen, das keine aufrichtige und klare Aussage beinhaltet. Sie haben genug von PolitikerInnen, die ihre Positionen nach Meinungsumfragen ausrichten. Sie haben genug davon, unpopuläre Maßnahmen rhetorisch verschleiert präsentiert zu bekommen.

Man darf nicht Stammtischpolitik betreiben und dem Volk „nach dem Maul“ reden. Wenn unpopuläre Maßnahmen zu treffen sind, ist dies den Betroffenen mit Aufrichtigkeit zu erklären. „Politikersprech“ und rhetorische Tricks werden von den Betroffenen ohnehin als Unaufrichtigkeit durchschaut. Unter PolitikerInnen gewinnen am Ende nur jene, die zu ihren Überzeugungen stehen und diese offen und klar zu argumentieren wissen, sowohl inhaltlich als auch emotional.

Als Politikwissenschafter beobachte ich sehr genau, wo sich Parteien und PolitikerInnen in ihrem Tagesgeschäft unterscheiden. Und nur allzu oft erkenne ich, wie gerne Grundsätzliches fallen gelassen wird, um Übereinstimmung in Detailfragen zu erzielen, weil man sich das Wohlwollen der WählerInnen für ein konstruktives Arbeitsergebnis erhofft. Ich hingegen will genau wissen, welche Grundsätze den Menschen mir gegenüber antreiben, bevor ich mich in Sachfragen einige. Wie stellt mein Gegenüber sich eine Gesellschaft vor? Was sind seine Visionen?

Meine Vision ist eine solidarische Gesellschaft mit gleichen Chancen für alle, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Sexualität, Vermögen, Alter oder sonst was. Eine Illusion? Nein, denn ich erwarte mir eine solche Gesellschaft nicht von heute auf morgen. Aber ich weiß, wo die Reise hingeht und werde mich in diesem Rahmen tagtäglich für die jungen ÖsterreicherInnen stark machen.

Es ist Zeit für mehr Direktheit, mehr Offenheit mehr Aufrichtigkeit in der Politik.

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