Keine Zeit zum Ausruhen. Es gibt viel zu tun!

Die SPÖ hat Wien in der Vergangenheit geprägt. Das „Rote Wien“ steht weit über die Grenzen Österreichs hinaus für das Vorzeigemodell einer sozialen Stadt in der niemand auf der Strecke bleibt. Auch heute ist die SPÖ die treibende Kraft. Sechsmal in Folge wurde Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Wien steht im internationalen Vergleich unter anderem für eine besonders geringe Kriminalität, einen bestens ausgebauten öffentlichen Verkehr, viele Grünflächen, verhältnismäßig geringe Mieten und ein ausgezeichnetes Sozial- und Gesundheitssystem. Das kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis jahrzehntelanger guter Arbeit.

So schön das auch ist, es wäre doch ein großer Fehler, sich auf diesen Errungenschaften auszuruhen. Niemand lebt im Vergleich und natürlich ist auch in Wien nicht alles perfekt. Gerade für junge Menschen gibt es noch viel zu tun! Ich bewerbe mich bei den jungen Wienerinnen und Wienern, um einen Platz im Gemeinderat, weil ich sie mit aller Kraft bei ihren täglichen Herausforderungen unterstützen möchte.

Ich konzentriere mich dabei auf drei Forderungen:

 

  1. Brauchen wir günstigere Wohnungen

Als Vorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ-Wien bekomme ich fast täglich Mails, FB-Nachrichten oder Anrufe von jungen Menschen, die auf der Suche nach einer leistbaren Wohnung sind und mich um Hilfe bitten. Besonders junge Familien stehen oft vor sehr großen Problemen.

Wien baut jedes Jahr ca. 7000 geförderte Wohnungen, und bietet mit den SMART-Wohnungen besonders kostengünstige an. Darüber hinaus werden jetzt auch wieder Gemeindewohnungen gebaut. Das ist großartig, reicht alleine aber nicht aus, die große Nachfrage zu bedienen. Dafür brauchen wir auch den privaten Wohnungsmarkt. Aber genau dort sind alleine in den letzten 4 Jahren die Mieten um 17,2% gestiegen. Seit Jahren wird auf Bundesebene über ein neues Mietrecht diskutiert. Die SPÖ hat vor Kurzem mit dem sogenannten „Universalmietrecht“ einen weiteren Vorschlag vorgelegt, der die private Miete gerade in Wien leistbarer machen würde.

Mietrecht ist aber Bundessache und deshalb dürfen wir hier nicht locker lassen und müssen als WienerInnen den Druck auf die Bundesregierung aufrecht halten. Das ist insbesondere deswegen so wichtig, weil Wien kontinuierlich weiter wächst, und zwar jährlich um ca. 24.000 Menschen, was in etwa der Größe einer Stadt wie beispielsweise Krems oder Leoben entspricht.

Gleichzeitig gibt es aber auch einige Maßnahmen, die wir als Stadt selbst setzen müssen. Ganz oben auf meiner Agenda steht die Bekämpfung der Spekulation mit Wohnraum, wie z.B. durch eine Leerstandsabgabe. Laut Schätzungen verschiedener ExpertInnen stehen in unserer Stadt 30.000-100.000 Wohnungen leer. Dieser Wohnraum wird dringend benötigt. Es ist nicht in Ordnung eine Wohnung unbegründet leerstehen zu lassen und auf schnellen Profit zu hoffen, während sich gleichzeitig tausende junge Wienerinnen und Wiener Wohnungen nicht mehr leisten können. Wer unbedingt spekulieren will, soll das mit Aktien machen, aber nicht mit unserem Grundbedürfnis nach leistbarem Wohnen!

 

  1. Brauchen wir die Bildung der Zukunft

Bildung der Zukunft bedeutet für mich „Lebenslanges Lernen“ im besten Wortsinn. Bildung fängt in der Kinderkrippe an und darf eigentlich nie aufhören. Kinderbildungseinrichtungen und Pflichtschulen fallen direkt in die Kompetenz der Stadt Wien, und egal wie sehr die ÖVP auf Bundesebene eine umfassende Bildungsreform blockiert, hier können wir selbst aktiv sein.

Konkret bedeutet das den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht. Unterricht, Lernen und Freizeit sollen sich den ganzen Tag über abwechseln. Das ist nachweislich das Schulmodell, das am ehesten Chancengleichheit und die bestmögliche Bildung für unsere Kinder ermöglicht. Hier sind wir schon auf einem sehr guten Weg, den wir in den kommenden Jahren weiter intensivieren müssen.

Auch bei den noch jüngeren Kindern ist in den letzten Jahren viel geschehen. Die SPÖ-Wien hat den Gratiskindergarten umgesetzt und – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – Versprochenes auch gehalten. Das spart jungen Familien bis zu 2800 Euro im Jahr! Bei den Kindergartenplätzen für die 4-6jährigen haben wir eine 100%ige Bedarfsabdeckung und bei den ganz kleinen bieten wir mit Abstand die beste Versorgung im Bundesländer-Vergleich. Die österreichweit längsten Öffnungszeiten und die wenigsten Schließtage garantieren auch die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ziel muss es weiter sein, dass jedes Kind, das eine Kinderkrippe besuchen möchte auch einen Platz bekommt. Darüber hinaus setze ich mich auch für ein zweites, verpflichtendes Kindergartenjahr ein, um die Kinder optimal auf den Schuleinstieg vorbereiten zu können.

Abschließend noch eine Zukunftsvision: Ich wünsche mir die „Schulbuchaktion 2.0“, ein Schul-Tablet für jedes Wiener Schulkind, zeitgemäß und kostenlos. Mit der modernsten Technik und den dazugehörigen Lerninhalten können wir Kinder optimal fördern und fordern. Das schafft echte Chancengleichheit und steigert die Freude am Unterricht.

 

  1. Brauchen wir mehr Freiflächen ohne Konsumzwang:

Als Bezirkspolitiker habe ich mich in den letzten Jahren schon intensiv mit dem öffentlichen Raum und seiner Nutzung beschäftigt. Es ist mein Ziel, die Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern.

Eines ist mir bereits gelungen: Die flächendeckende Umsetzung von „Free Wien-LAN“, freies WLAN für alle an öffentlichen Plätzen und Parks in Wien. Noch heuer werden 400 Hotspots in der ganzen Stadt umgesetzt sein. Das schafft die Möglichkeit noch einen Schritt weiter zu gehen und mit public lounges auch das Arbeiten im Freien zu ermöglichen. Wer will an einem sonnigen Tag nicht lieber in einem der schönen Parks anstatt im Büro sitzen und arbeiten?

Für eine weitere Steigerung der Lebensqualität brauchen wir aber ganz allgemein mehr Freiräume! Parks, Plätze, Orte an denen Menschen ihre Freizeit miteinander verbringen können, auch ohne dafür zahlen zu müssen. Hierfür wird es notwendig sein neue geeignete Orte zu entdecken und entspechend zu adaptieren.

Ich kann mir sehr gut vorstellen leerstehende Lokale für künstlerische Betätigung, Grätzelfeste oder pop up stores zur Verfügung zu stellen. Damit ließen sich Kunst, Zusammenleben und start ups fördern und gleichzeitig würde es zur Belebung ganzer Grätzel führen. Mit einer verpflichtenden Leerstandsmeldung möchte ich der neu geschaffenen Agentur für Zwischennutzung mehr Möglichkeiten geben, das in die Wege zu leiten.

Auch wäre es wünschenswert, dass die Grünflächen der neu errichteten Campus-Schulen von Anfang an für alle Menschen geöffnet werden. So kann außerhalb der Schulzeiten zusätzlicher Grünraum für die Nachbarinnen und Nachbarn geschaffen werden.

Mit Wiens erstem öffentlichem Sandstrand möchte ich ein neues Urlaubsfeeling in unserer schönen Stadt ermöglichen! Mit einem Ausbau der sehr beliebten Sport- and Fun-Hallen soll dafür gesorgt werden, dass alle, die mit Freundinnen und Freunden sporteln wollen, auch die beste Infrastruktur zur Verfügung haben.

 

Diese drei Punkte stehen für drei wichtige Zukunftsthemen unserer Stadt, für die ich mich stark machen möchte. Natürlich gibt es darüber hinaus noch eine ganze Reihe weiterer Themen, die mich bewegen und beschäftigen und die ebenso unverzichtbar für einen lebenswerte Stadt.

Aber dazu an anderer Stelle mehr…